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Bericht aus dem Jugendhilfeausschuss

 

KiTa-Planung für den
Kreis Euskirchen
ab Sommer 2024

 

 

 

Im heutigen Ausschuss stand die Festlegung der Angebotsstruktur der Tageseinrichtungen für Kinder im Kreis Euskirchen ab Sommer 2024 auf der Tagesordnung. Die Kinderzahlen sinken kreisweit erstmals seit vielen Jahren wieder, wenn auch nur leicht, was dazu führt, dass die Versorgungsquoten steigen - eine erfreuliche Entwicklung! Im Unterschied zu vielen anderen Städten und Kreisen sind die Träger im Kreis Euskirchen in der Lage, für alle Gruppen den geforderten Personalschlüssel vorzuhalten. Unsere Fraktion hat sich immer für ein gutes Betreuungsangebot eingesetzt und hält die Betreuungssicherheit für Eltern, insbesondere für berufstätige Eltern, für wichtiger als eine komplette Beitragsfreiheit.

Karsten Stickeler, stellv. Fraktionsvorsitzender, betont:

„Die Herausforderungen im Bereich der frühkindlichen Bildung werden in den kommenden Jahren weiter zunehmen.
Der Kreis Euskirchen investiert viel in den Kita-Ausbau, um allen Kindern einen Betreuungsplatz zu bieten. Der weitere Ausbau der Kitas, die Qualität der Bildung und die Gewinnung und Qualifizierung von Fachkräften bleiben wichtige Herausforderungen. Hierbei bleibt es für unsere Fraktion nach wie vor bei dem Anspruch, ein zeitlich breites und qualitativ hochwertiges Angebot vorzuhalten und den Eltern hiermit Betreuungssicherheit zu verschaffen.“

Zahlen und Fakten:

Anzahl der Kinder, Betreuungsplätze und Betreuungszeiten:

  • 8250 Kinder im U3- und Ü3-Bereich werden ab Sommer 2024 in 163 Kindertagesstätten und 89 Tagespflegen im Kreis Euskirchen betreut.
  • 2175 Kinder kommen im Vergleich zum Vorjahr neu hinzu.
  • 304 Plätze mehr werden im Vergleich zum Kita-Jahr 2023/2024 benötigt.
  • Betreuungszeiten:
    • 5,6 Prozent der Kinder werden im kommenden Jahr 25 Stunden pro Woche betreut.
    • 65 Prozent 35 Stunden und 29,5 Prozent 45 Stunden.
    • Eine 45-Stunden-Betreuung ist nur mit einer entsprechenden Begründung möglich.
  • Kindertagespflege:
    • Für Kinder unter 3 Jahren ist die Kindertagespflege eine Alternative zur Kita.
    • Im kommenden Jahr stehen 391 Tagespflegeplätze zur Verfügung die von voraussichtlich 89 Tagespflegepersonen betreut werden.

Neue Gruppen und Einrichtungen:

  • Stadt Euskirchen:
    • Neue Kitas am Jülicher Ring (6 Gruppen), in Wüschheim (3) und eine Waldkita (1) in Kirchheim
    • Die Kita "Stepke" in der Straße "In den Herrenbenden" mit 6 Gruppen ist bereits am 1. August 2023 gestartet.
    • Die Kita "Weiße Erde" mit 6 Gruppen nimmt im Herbst 2024 den Betrieb auf.
    • Die Waldkita Kirchheim und die Kita Wüschheim sollen zum 1. August beziehungsweise 1. September 2024 an den Start gehen.

  • Stadt Bad Münstereifel:
    • Zwei Gruppen in Houverath (Container) und eine Waldgruppe

  • Blankenheim:
    • Eine weitere Gruppe und eine fünfgruppige neue Kita (Familienzentrum) 

Investitionen:

  • Knapp 99 Millionen Euro werden für die frühkindliche Bildung im kommenden Jahr ausgegeben.
  • Die Finanzierung erfolgt fast zu gleichen Teilen von Land und Kreis.
  • Der 46 Millionen Euro große Kreisanteil wird nur zu einem geringen Teil durch Elternbeiträge abgedeckt. Den Großteil des Geldes müssen die elf Kommunen über die Jugendamtsumlage beisteuern.

Personal:

  • Aktuell ist ausreichend Personal vorhanden. Es wird aber schwieriger, Nachwuchs zu finden.
  • Die Träger der Kitas leisten eine rege Ausbildungsarbeit, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

Perspektive:

  • Sinkende Kinderzahlen:

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Kinder im Kita-Alter um 2,1 Prozent. Dieser Trend ist bundesweit zu beobachten. Im Kreis Euskirchen könnte die Ursache in der Altersstruktur der in den Jahren des "Baubooms" zugezogenen Familien liegen.

  • Steigende Anforderungen an die Qualität der Bildung:

Bildungspolitisch ist es dringend geboten, dass alle Kinder frühkindliche Bildung erhalten. Besonders wichtig ist hierbei die Schaffung einer Bildungsungerechtigkeit für Kinder aus einkommensschwachen Familien.

  • Fachkräftemangel:

Es ist wichtig, den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers attraktiver zu gestalten. Die Aktivitäten zum Ausbau der Ausbildungskapazitäten werden von Seiten der Verwaltung gemeinsam mit den Tägern und Schulleitungen intensiv verfolgt.

 

 

 

 

MK