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Bericht aus dem Ausschuss für Bildung und Inklusion

 

 

Verleihung des Titels UNESCO-Weltkulturerbe an die Kalkbrennerei Iversheim

 

von Silvia Wallraff


Im heutigen Ausschuss für Bildung und Inklusion wurde darüber informiert, dass der römischen Kalkbrennerei in Iversheim der Titel UNESCO Weltkulturerbe „Niedergermanischer Limes“ verliehen wurde. Der Kreis Euskirchen und die Stadt Bad Münstereifel erhielten am 8. November vom NRW Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hierfür Ihre Urkunden.

Über 200 Jahre lang wurde in Iversheim von der römischen Armee Kalkstein produziert. Dieser Kalk war als wesentlicher Bestandteil von Mörtel ein unverzichtbarer Rohstoff beim Bauen mit Stein.
Im Jahr 1966 wurde die Kalkbrennerei vom LVR- Amt für Bodendenkmalpflege zufällig beim Bau einer Wasserleitung entdeckt. In den Jahren 1966-1968 wurde die Römische Kalkbrennerei ausgegraben und umfassend dokumentiert. Durch einen Testbrand in einem der Originalöfen konnten wichtige Erkenntnisse über die Kalkherstellung zur Zeit der Römer gewonnen werden. Bei der Brennerei handelt es sich europaweit um die erste komplette Industrieanlage aus der römischen Zeit, die freigelegt, deren Funktion untersucht und die für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Der Niedergermanische Limes mit seinen Fundorten in NRW, den Niederlanden und Rheinland-Pfalz steht nun in der Liste der Weltkulturerbe-Stätten.

„Wir freuen uns sehr über die Verleihung dieses Titels - denn welcher Kreis kann sich schon damit rühmen, mit einem Weltkulturerbe werben zu können,“ kommentiert Karsten Stickeler, Sprecher der CDU-Fraktion im Fachausschuss.

Wer bisher noch nicht im Museum der Kalkbrennerei in Iversheim gewesen ist, hat jetzt vielleicht Lust bekommen, sich dieses Weltkulturerbe einmal näher anzusehen.

Den Flyer mit Informationen über die Römische Kalkbrennerei können Sie sich bei der Stadt Bad Münstereifel herunterladen:

Flyer.cdr (bad-muenstereifel.de)