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Bericht aus dem Ausschuss für Bildung und Inklusion - Bekenntnis zur Demokratie

von Ute Stolz

Am 13.11.2018 fand die letzte Sitzung des Ausschusses für Bildung und Inklusion in diesem Jahr statt.
Neben Informationen zur Flüchtlingssituation und der Vorstellung des Inklusionskonzeptes, diskutierte der Ausschuss die Entwicklung der Schülerzahlen der kreiseigenen Schulen. Erfreulich ist, dass die Berufskollegs in Kall und in Euskirchen nach wie vor gut besucht sind. Durch eine umsichtige Planung versuchen beide engagierte Schulleitungen, das Angebot an Berufsschulklassen stabil zu halten, auch wenn nicht alle Ausbildungsberufe in ausreichendem Maße nachgefragt werden. Gemeinsam mit den Betrieben haben die Schulen das Ziel, eine ortsnahe Ausbildung zu ermöglichen, um damit auch langfristig Fachkräfte im Kreis zu halten.

Frau Marx von der kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf berichtete über das Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“. In dessen Rahmen werden verschiedene Fördermöglichkeiten angeboten wie die Potentialanalyse, bei der in diesem Jahr knapp 1.900 Schüler teilnahmen und herausfinden konnten, über welche Stärken sie verfügen. Dabei erhalten die Jugendlichen Tipps, welche berufliche Richtung sie über ein Praktikum einmal ausprobieren können, um zukünftig eine Idee zu entwickeln, welcher Ausbildungsberuf geeignet sein könnte.

Als Unterstützung für Jugendliche im Übergang von der Schule in die Berufswelt bietet das Programm PIDES der Arbeiterwohlfahrt eine Patenschaftsmodell an, wobei erfahrende Ehrenamtliche jungen Menschen mit persönlichen Schwierigkeiten eng begleiten, damit der Start in die Ausbildung gelingen kann. Dieses Projekt soll auch mittelfristig durch den Kreis finanziell unterstützt werden mit dem Ziel, eine noch größere Zahl von Jugendlichen zu erreichen.

Die Projektverantwortlichen und Bildungsreferentinnen Frau Elvert und Frau Weber, Bildungsreferentinnen in der Akademie Vogelsang, stellten das Handlungskonzept NRWeltoffen gegen Rechtsextremismus und Rassismus vor. Anhand von Beispielen zeigen sie dort auf, dass Rechtsextremismus auch in den Alltag des Kreises Euskirchen Einzug gehalten hat.
Nicht zuletzt durch die Unterzeichnung der „Euskirchener Erklärung“ hat die CDU im Kreistag deutlich gemacht, dass sie sich zu den Grundsätzen der Demokratie und gegen Rassismus bekennt. Daher beantragte Johannes Mertens für die CDU-Fraktion einen Haushaltsansatz, so dass Bildungsmaßnahmen in diesem Themenbereich auch für Erwachsene durchgeführt werden können. Erfreulich ist, dass das Handlungskonzept einstimmig über alle Fraktionen hinweg beschlossen worden ist.